Pack die Badehose ein…

Herrlich!

Die Sonne geht gerade auf, das Thermometer hat sofort angenehme 24 Grad und du machst dich in deinen Flip- Flops mit einem Stück Melone in der Hand auf den Weg zum Strand. Dort angekommen spürst du den weichen, warmen Sand zwischen deinen Zehen und du hörst die sanfte Brandung. Lässig ziehst du deine Sonnenbrille ab und deine Augen erblicken die braun gebrannten leicht bekleideten Badenixen, die sich im Wasser tummeln.  Du breitest  dein Badetuch aus und springst ins lauwarme Naß…

Genau das habe ich Heute gemacht! Nur nicht auf Ibiza wie oben beschrieben, sondern in Deutschland. Folgende Unterschiede sind mir aufgefallen:

6.10 Uhr: Mein Wecker klingelt. Ich stehe auf und schau aus dem Fenster. Dunkel! Zum Frühstück gibt es Haferflocken mit Milch, dazu einen Schwarztee.

6.45 Uhr: Wir haben frische sieben Grad. Ich trete vor die Haustüre. Ich mache auf dem Absatz kehrt und gehe zurück ins Haus, ziehe mir eine Lederjacke über mein T-Shirt. Haustüre wieder auf, Versuch Nummer zwei. Besser!

6.47 Uhr: Ich steige in mein Auto um zum Freibad zu fahren. Ich fahre an mit Reif übersäten Wiesen vorbei und drehe die Heizung im Auto höher.

7.05 Uhr: Endlich angekommen. Laufe Richtung Freibadeingang und frage mich ob ich das wirklich möchte.

7.08 Uhr: Habe das Becken erreicht und nehme lässig die Sonnenbrille ab. Sonnenbrille? Mist! Vergessen! Egal scheint eh keine Sonne. Lasse meinen Blick über die vereinzelten Badenixen schweifen, die gerade ihre Bahnen ziehen. Sofort fällt mir auf, dass ich das Durchschnittsalter um gut 40 Jahre nach unten ziehe.

7.10 Uhr: Ich entscheide mich dagegen, mein Liegetuch auszubreiten, da ich Angst habe, dass es am Boden festfriert. Widerwillig lege ich meine Kleidung ab, die Badehose ist zum Glück schon unter der Jeans.

7.12 Uhr: Verängstigt laufe ich auf die Kaltwasser- Dusche zu. Der Wasserregen trifft mich und ich sehe Sternchen. Gewisse Teile von mir führen sofort das Stück “Die Schildkröte” auf. Schnell ins Becken springen, wenigstens das ist leicht beheizt.

7.40 Uhr: Nach ein paar Bahnen Brust- und Rückenschwimmen habe ich genug und ich laufe zu den Duschen. Ich genieße das warme Wasser und ärgere mich nur mäßig darüber, dass ich das Shampoo vergessen habe.

8.00 Uhr: Frisch geduscht mache ich mich auf den Weg zur Arbeit.

 

Fazit: Auch wenn sich das Wetter und die Temperaturen noch verbessern könnten, kann ich nur jedem empfehlen seinen Schweinehund zu überwinden (mir ist es wirklich schwer gefallen) und früh ins Freibad zu gehen. Sitze nun total motiviert und gleichzeitig relaxed an meinem PC. Hätte ich heute beim Aufstehen noch nicht gedacht. Werde wohl spätestens übermorgen wieder gehen und den Luxus genießen ohne schreiende Kinder und sonnenmilchverseuchte Becken meine Bahnen zu ziehen.

 

Beitragsbild: Volker Kraus / pixelio.de

 

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